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jurij m. lotman (R.I.P.)
die grenzen des textes sind die grenzen der welt

 

meta-blogging

martin_weemee_250

(#) "... when I am deep in search for knowledge on the web, jumping from link to link, reading deeply in one moment, skimming hundreds of links the next, when I am pulling back to formulate and reformulate queries and devouring new connections as quickly as Google and the Web can serve them up, when I am performing bricolage in real time over the course of hours, I am "feeling" my brain light up, I and "feeling" like I'm getting smarter. A lot smarter, and in a way that only a human can be smarter"

(John Battelle's answer to Nick Carr: ""The last thing these companies want is to encourage leisurely reading or slow, concentrated thought. It’s in their economic interest to drive us to distraction.")

//www.twitterfountain.nl

(an dieser stelle lief ein versuch mit "Diddley". amazing.)

tweets to self, saved to the lifestream:

what is the English word for "selbstgespräch"? "silent soliloquy"? "solipsistic conversation within"? @dweinberger, please help.

blog epiphanies: finding fragments of the 'conversation within' expressed in another voice. similar, but completely different. re-quoting

but the "[conversation] within one's mind" is neither a conversation, nor "solipsistic". also not the same as "stream of consiousness".

Web is other way round: participating in Murmur-to-self of a collective mind made up of small pieces loosely joined. (which is *not* AI)

(kommentar, heimgeholt in den lifestream:)

blogs dienen ja oft ohnehin als verstärker dessen, was man sich irgendwie selber denkt, aber wirklich weiß und erkennt, wenn es ein/e andere/r bündig und greifbar hinschreibt. das sind die glücksmonente in der blogosphere. erst jetzt kann man wirklich etwas damit anfangen, weil es ein “soziales objekt” geworden ist. und erst jetzt entsteht auch “object centered sociality” (> Jyri Engeström). vielleicht ist es das, was David Weinberger’s “conversation” ausmacht: das selbstgespräch, das von anderen geführt wird.

überhaupt: die schritte der externalisierung. hinkritzeln, bloggen, bei wem anders finden, rebloggen, kommentieren, usw. ad infinitum. schrift als die eine und erste extension of man. das denken und selbstgespräch-getriebene fühlen ist apriori externalisiert, das '"tiefe innere" gibts nicht.

"Indessen rast ein zügelloses, aber zugleich gewandtes Reden und Schreiben und Senden von Gesprochenem rund um den Erdball. ... Denn eigentlich spricht die Sprache. Der Mensch spricht erst und nur, insofern er der Sprache entspricht ... " (Akzente, Bd. 1, 1954)

dieses blog könnte ja auch ein container sein für anderswo gemachte anmerkungen, die nur als "kommentar" entstehen können, aber eigentlich wichtiger als die haupteinträge sind. ich habe sonst eigentlich oft das gefühl, völlig leer zu sein und nichts zu wissen bzw. immer das selbe alte zeug umzuwälzen. es braucht conversation, call and response.

ich rette das also mal in meinen deutschsprachigen lifestream, so weit er um literatur /aging of pop / zeitgeistgeschichte kreist:

(#) "abschreiben ist gut, weil ... weil ich sehr viel abgeschrieben, d.h. exzerpiert habe, und weil das künstlich verlangsamt, was gut ist, und erlaubt dass man im rhythmus der abschrift mit- und weiterdenkt, was besser ist als zu denken ohne den zwang der abschrift. weil ich beim drüberlesen immer schon denke, ist eh nicht so wichtig. weil man, besser gesagt ich, auch erst durch abschreiben von schlüsselstellen ein wirklich intensives verhältnis zum abgeschriebenen bekommt, auch und gerade dann, wenn es auf den ersten blick nur gerade eben 'irgendwie signifikant' erschienen ist. hat etwas mittelaltermäßiges, diese übung. dass das wohl ausstirbt, bedauere ich eigentlich. obwohl, vielleicht machen es die leute künftig ja gerade drum.
...
zerfranst und schlampig bin ich selber. aber gerade da -- jedenfalls ich kann ja eigentlich nur dann denken, wenn ich andere bausteine prüfe, verändere, neu zusammensetze. und so eben auch literaturwissenschaft. auch ein grund, warum mein bloggen (und die blogosphäre selbst) immer am besten als meta-maschine funktioniert, mit dem bereits woanders von dir erwähnten spielgeld, was eben menschen (und deren positionen) sein können, wie "blumenau", "foucault" und so, aber auch metaphern, buzzwords, micro-stories, theorie-headlines, seltsame sich fsthakende zusammenstellungen von inkommensurablem, usw."
...

weil mediatope down ist, hier ein geistiger knoten, damit ich darauf zurückkomme: nathan rein über social software relations, twitter etc.

09.12.2006: Le Degré zéro de l’écriture.(Search inside)

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