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jurijmlotman - am Donnerstag, 12. August 2004, 22:54 - Rubrik: digital lifestyle
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... um es in den speicher zu laden: herbst über literatur und internet.
das auch noch ("Antiblog").
und von da aus: herbsts "kleine theorie des literarischen bloggens" nachlesen. in diesem fall mit teil 1 beginnend (seit juni 2004), mit aufwärts-links versehen, so dass man den ganzen thread lesen kann. hybride mischung von blog- und buch-logik, dem gegenstand angemessen.
kaum lese ich so einen kommentar auf meinem blog, schon tauche ich wieder in die fast schon verschüttete welt des literaturwissenschaftlers ein, der ich ja seit 20 jahren bin.
(was den leser übrigens einschließt: literatur interessiert mich immer nur als e-literatur, und e kommt hier nicht von "ernst", sondern von "erkenntnis". literatur ist ein erkenntnis-experiment im sprachlabor.)
das auch noch ("Antiblog").
und von da aus: herbsts "kleine theorie des literarischen bloggens" nachlesen. in diesem fall mit teil 1 beginnend (seit juni 2004), mit aufwärts-links versehen, so dass man den ganzen thread lesen kann. hybride mischung von blog- und buch-logik, dem gegenstand angemessen.
kaum lese ich so einen kommentar auf meinem blog, schon tauche ich wieder in die fast schon verschüttete welt des literaturwissenschaftlers ein, der ich ja seit 20 jahren bin.
(was den leser übrigens einschließt: literatur interessiert mich immer nur als e-literatur, und e kommt hier nicht von "ernst", sondern von "erkenntnis". literatur ist ein erkenntnis-experiment im sprachlabor.)
jurijmlotman - am Donnerstag, 12. August 2004, 19:41 - Rubrik: neue deutsche literatur
... whatever. vgl. den kommentar von nichtmädchen:
> bin wohl für handke zu früh und für stuckrad-barre zu spät auf die
> welt gekommen- poplit. in meiner generation?
> gabs nicht, glaub ich.
... oder für den guten jungen handke zu spät und für stuckrad zu früh? und das trifft dann ja auf mich auch zu.
so wie auch: zu spät für die gescheite APO, zu früh für INTERNET/OPENSOURCE. wie auch zu früh (und zu provinziell-schüchtern) für PUNK. immer dazwischen also.
der einzige pop-autor, der seinerzeit zählte, war 1883 [sic!] goetz mit "irre" und "subito" und mit seinen spex-texten, die dann in "hirn" erschienen sind. das frühe "mode&verzweiflung" (meinecke ...) hat mir nicht so viel gesagt.
> bin wohl für handke zu früh und für stuckrad-barre zu spät auf die
> welt gekommen- poplit. in meiner generation?
> gabs nicht, glaub ich.
... oder für den guten jungen handke zu spät und für stuckrad zu früh? und das trifft dann ja auf mich auch zu.
so wie auch: zu spät für die gescheite APO, zu früh für INTERNET/OPENSOURCE. wie auch zu früh (und zu provinziell-schüchtern) für PUNK. immer dazwischen also.
der einzige pop-autor, der seinerzeit zählte, war 1883 [sic!] goetz mit "irre" und "subito" und mit seinen spex-texten, die dann in "hirn" erschienen sind. das frühe "mode&verzweiflung" (meinecke ...) hat mir nicht so viel gesagt.
jurijmlotman - am Donnerstag, 12. August 2004, 16:14 - Rubrik: aging of pop
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... die theorie des pop schreiben. nichts weniger.
draufgekommen wegen hier bei assotsiationsklimbim, dessen themenarchiv ich im übrigen grundsätzlich empfehle. allerdings steht das unter "diaristisches schreiben/meta" ...
nachdem ich ja schon dadurch angefangen habe, dass ich bei der recherche zur vorlesung über pop-literatur tagelang die komplett ausgedruckten monats-hitparaden seit 1960 studiert habe. (das war interessant: pop, also anti-geschichte, als geschichte betrachten. die resultate muss ich erst noch fixieren.)
und dabei versucht herauszufinden, was "pop" ist. wie man verhindern kann, dass es zu sehr ein ehrentitel wird, den man dem vorenthält, was man nicht mag. das machen ja fast alle popintellektuellen, und das ist fad. und dann im detail doch wieder auch unvermeidlich ... aber eben so wenig wie möglich.
also möglichst nur beschreiben was ist und wie es funktioniert.
links dazu (lifestream-update):
family disco I
family disco II
john lydon on voices-in-pop
draufgekommen wegen hier bei assotsiationsklimbim, dessen themenarchiv ich im übrigen grundsätzlich empfehle. allerdings steht das unter "diaristisches schreiben/meta" ...
nachdem ich ja schon dadurch angefangen habe, dass ich bei der recherche zur vorlesung über pop-literatur tagelang die komplett ausgedruckten monats-hitparaden seit 1960 studiert habe. (das war interessant: pop, also anti-geschichte, als geschichte betrachten. die resultate muss ich erst noch fixieren.)
und dabei versucht herauszufinden, was "pop" ist. wie man verhindern kann, dass es zu sehr ein ehrentitel wird, den man dem vorenthält, was man nicht mag. das machen ja fast alle popintellektuellen, und das ist fad. und dann im detail doch wieder auch unvermeidlich ... aber eben so wenig wie möglich.
also möglichst nur beschreiben was ist und wie es funktioniert.
links dazu (lifestream-update):
family disco I
family disco II
john lydon on voices-in-pop
jurijmlotman - am Donnerstag, 12. August 2004, 15:36 - Rubrik: aging of pop
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