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jurij m. lotman (R.I.P.)
die grenzen des textes sind die grenzen der welt

 
... is here and there. Continuous Partial Presence: lotman@twitter.

Twitter has rapidly become the Third Place of choice for at least the technoids of the world: the place that is neither work nor home, and where weak social capital is exchanged for a sense for belonging. The bar on the corner, the cafe near work, the general store's cracker barrel. Or maybe I should say the Third Flow, since it isn't a place, a destination: it is a stream of social gestures that we use to make anyplace we are a Third Place.

... von Matador, dem männermagazin. seit september. (was erklärt, warum er nicht mehr bloggt.)

matador

Seit September ist mit Peter Praschl ein ideenreicher Chef an Bord. Praschl hatte ein Konzept für einen angedachten „Matador“-Relaunch geschrieben. Der studierte 47-jährige Philosoph wurde postwendend als Chefredakteur eingestellt. Jetzt arbeitet der Journalist, der davor bei „Stern“ und „Amica“ war, daran, dem „Playboy“-Konter die in seinen Augen merkwürdigen Vorurteile von Männermagazin-Machern gegen den Männergeschmack auszutreiben. Praschls Matador soll „abgeklärter, ironischer und gelassener“ werden. Der neue Chef träumt gar von „klassischem Magazinjournalismus gemischt mit kunstvoller Akt-Fotografie à la Helmut Newton“.
>> Arbeit am Körper

... hält rede über das internet. unangestrengt, durchsichtig, vernünftig. meilenweit voraus dem ganzen deutschen medienbewusstsein, von der politik ganz zu schweigen. was bedeutet das schon wieder? sich vorstellen, dass das jemand von der CSU wäre. und denken, dass in der SZ das wort "Web 2.0" immer neu unfassbar falsch verwendet wird. (dabei gäbe es dort leute, von jetzt.de, die wahrscheinlich wissen, worum es da geht.) der Digital Divide kommt mir gegenwärtig unüberwindlich vor: national, soziologisch, kulturell, auch sprachlich. Deutschland wird dann so was wie UK am ende des 19. Jahrhundert: eine kollektive sackgasse. ist es ja jetzt schon. (und da schließe ich die "progressiven intellektuellen" voll ein.)

... und immer da gewesene textstimme auch einen körper hat, eben dadurch, dass eben nicht mehr" ... (#)

(große formulierung . danke. )

... is like so. ich kann mir nicht helfen, ich mag das. Forever 14. und wieso liegt mir T.Rex plötzlich so nahe, die ich seinerzeit zwar gern, aber nur strikt radiobezogen nebenbei gehört habe? Glamrock, aber nur, wenn er "billig" ist.

dazu vielleicht auch das unfassbare JerryLeeLewis-video von 1963. awesome.

... bzw. ob man das wort überhaupt braucht. bei brainfarts, nichts besonderes, bloß damit ich den thread nicht verliere.

(blöder name eigentlich für ein gutes blog. selten dass mich ein name überhaupt stört, fällt mir gerade auf.)

because this is how "reality" commonly is defined: having to do with bodies, and with things that do things to bodies, and with money, because money can buy things that do things to bodies.

"die grenzen des textes sind die grenzen der welt"

"Das Vokabular und die Geisteswelt der Äußerung wird als heute fremdartig und störend, auch als gefährlich identifiziert. Aber der Diskurs kann nicht einfach nur darüber hinweggehen, weil er sich vom Geist des so vergangenheitshaft Gesagten an sich selbst von früher erinnert und dadurch in seiner Identität, die reine Gegenwart ist, provoziert fühlt. Ja, stimmt, so hat man damals gedacht und geredet, ist ja komplett verrückt."

auf einen selbst anwenden. (grundregel, immer.)

ansonsten stimmt es: merkwürdig altväterlich, das blog. was er aus obigem folgert, z.b., ist nicht wirklich interessant. fast schon ein bisschen doof. ein weiterer seltsamer baustein im versuch das "projekt goetz" zu verstehen. da muss alles in kauf genommen werden: wie die allerschlechteste platte von bob dylan. gab es da einen bruch in den letzten 10 jahren? gehts ihm jetzt zu gut (ästhetisch gesehen)? und was bedeutet das alles?

... was ich von meinen arbeits- und aufmerksamkeitssträngen nicht "SEHE", ist letztlich nicht vorhanden. nur wenige materialien, die in der dritten ordnerschicht/schublade liegen (geistig, physisch, digital), sind für mich selbstverständlich DA.

metonymie als lebensprinzip. (und metaphern als kurzschlüssige interfaces.)

ich als intellektueller messie brauche oberflächen, auf denen alles nebeneinander liegt. deshalb Protopage, delicious, GoogleDesktop search usw.

so sieht mein arbeitszimmer auch aus. (ohne gescheite search-funktion.) früher wollte ich immer in bibliotheken arbeiten, in denen ich alles SOFORT haben konnte (bis 15 min. bestellfrist war ok). ich hasste bücher mit einer bestellfrist von 8 tagen.

[und jetzt ist mir der begriff "metonymie" nicht mehr eingefallen, das lautbild völlig weg, und ich musste aus verzweiflung wikipedia Strukturalismus aufrufen, und dann dort Roman_Jakobson, beides übrigens nicht so schlecht: fortschritt!, und da ist er mir wieder eingefallen wg. kontext, bevor er überhaupt vorkam.]

"Eigentlich glaube ich nicht daran, dass auf diese Art das Politische in eine Kunst hinein importiert werden kann. Aber sehr wohl kann so ein für den Künstler [Theoretiker ...] unverzichtbarer Krieg gegen sich selbst geführt werden. Gegen die zu simple Schönheit der eigenen Sachen, gegen die innerkünstlerisch stringente Logik der eigenen Weiterentwicklung. Mit jeder neuen Werkgruppe hat Wolfgang Tillmans mit unfassbarer Selbstverständlichkeit und Leichtigkeit die Türe zu neuen Bildern aufgemacht, nie dabei, vielleicht das schwerste, die früheren Resultate dementiert oder vernachlässigt." (#)

(er schreibt diesmal ja ein "klassisches" tagebuch, im gegensatz zu Abfall, das ja bereits "digitaler" wirkte.)

wen immer das interessieren könnte (AgedLongTail):

kevin rowland ist zurück und bloggt auf auf MySpace über Van Morrison, und er hat ein neues großes Morrisoneskes Sprechsing-Stück auf der seite. gleichzeitig mit dem goetz-comeback.

        

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